SIEDLUNG SALZBURG AIGEN
WOHNBAU
JUNI 2004
Städtische Dialektik bedingt die Beschäftigung mit den vorhandenen Parametern. Auf Rahmenbedingungen werden Antworten gefunden, Repressionen und Charakteristika aufgenommen und weiterentwickelt. Vorbeiziehende Bahnlinie und Straße bedürfen einer Antwort, angrenzende Babauungstruktur mit dem Duft des Alltäglichen, Bürgerlichen, Üblichen sucht nach einer Interpredation und Modifikation.

Zwei differentielle Bebauungstrukturen werden gewählt. Ein langegezogener Riegel, physiognomisch einerseits abwehrend, reagierend, kompakt, andereseits vor- und rückspringend, kommunikativ, vielgestaltig, freundlich. Der Dialog zur Landschaft, zum Gemeinsamen, Verbindenden, zwischen Öffentlichem und Privatem wird hergestellt. Die zweite Bebauungsstruktur führt die Sprache der Großform weiter und läßt eine Reihe von niedrigeren und doch demselben System folgenden Baukörper entstehen. Der Ruf nach Kleinteiligerem wird sichtbar, nach Individuellem und Privatem. Reihenhäuser, die immer wiederkehrende Raumorganisationen wiedererkennen lassen, einem klaren Rhythmus und System folgen und doch Individualität erspüren lassen. Darin wird der angrenzenden Bebauung eine Antwort gegenüber gestellt, eine Wohnstruktur aufgezeigt, die als verdichtete Bauweise eine städtebauliche Anwort auf zergliederte Stadtbereiche bietet.

Durch landschaftsarchitektonische Maßnahmen werden die Bereiche „dazwischen“, die eigentlichen Räume des Gemeinsamen, zu einem Landschaftspark gestaltet. Der nördlichen Grünraum wird hereingezogen und als Grün im Wegenetz bis hin zu den Wohngärten, bis in die Gebäude hinein und an ihnen hinauf geführt. Existierende landschaftliche Vorzüge werden genutzt.