NEONATOLOGIE SALZBURG
KRANKENHAUS
MÄRZ 2004
5150,00 M² NNF
Krankenhausarchitektur ist einem Wandel gefolgt, der für den Patienten und seinen Besuchern wie auch dem ärztlichem Personal ein verändertes Bild im Umgang mit dem Kunstwerk Mensch mit sich bringt.

Faktoren der Funktionalität und Organisation, Freundlichkeit, Orientierbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Modernität und Fortschritt, Offenheit und Transparenz prägen das Projekt "Eltern-Baby Zentrum" und bilden die Basis für einen Baukörper, der luftig wirkt, gleichzeitig klar und strukturiert, übersichtlich, ablesbar. Ein Objekt, das sich nach außen öffnet, ebenso sich schützend zeigt, wo notwendig, aber großzügig vom Freiraum durchdrungen wird.

In einer Dynamik, die den Baukörper ergreift, schwingt dieser entlang der Lindhofstraße bis in den Kreuzungsbereich Müllner Hauptstraße. Städtebaulich betrachtet ein klares und markantes Zeichen, in seiner Stellung und Signifikanz durchaus als Gegenüber der Chirurgie West zu betrachten.

Seine straßenbegleitende Stellung verlässt der Baukörper im Kreuzungsbereich Mülln, er weicht zurück, reagiert und bildet einen räumlichen Übergang der umliegenden Stadt zum Klinikareal.

Das Gebäude wird durch seine Schichtung einzelner Geschoße bestimmt, Sichtbetonscheiben schneiden starke Linien in das Objekt, die der Dynamik der Baukörpers verstärkende und belebende Wirkung verleihen. Durch die Auskragungen der Decken wird Tiefe geschaffen, die ihre Strukturierung durch vertikale Lamellen erfährt. Farblich differierende Gewebe aus Kunststoff, transluzent bis transparent, bieten durch ihre verdrehbare Stellung ein homogenes jedoch keineswegs monotones Bild. Als Gegenüber zu den statischen, ruhenden, kantigen Auskragungen der Geschoßdecken liegt ein belebtes, sich ständig änderndes Bild der Lamellen.