PARIS - LODRON - CENTER
BÜROGEBÄUDE
JÄNNER 1995
3.000,00 M² NNF
In einem Stadtteil gründerzeitlicher Stadterweiterung befindet sich das Projekt an einem repräsentativen Straßenzug. Die Baukörpergestaltung nimmt auf die Bebauung des Stadtteiles Rücksicht, gleichzeitig jedoch muss und soll sich das Objekt notwendigerweise als Gebäude unseres Jahrhunderts darstellen.

Die Fassade wird durch ein optisch abgehobenes Sockelgeschoß gegliedert, grauer Naturstein in einer feinen horizontalen Strukturierung. Darüber gestaltet sich eine Fassade mit hellgrau eingefärbtem Putz, Fensterachsen, die das Charakteristikum des Straßenraumes aufnehmen und durch ihre Anordnung und Größe in Dialog mit der sie umgebenden Bauweise treten.

Aus der besonderen Lage des Bauwerks im direkten Kreuzungsbereich resultiert eine scheinbare Teilung des Objektes in zwei Baukörper. Entlang der Franz - Josef - Straße wird diese Zäsur durch die sich bis ins Dachgeschoß fortsetzende Glasfassade des Stiegenhauses erreicht, eine Torsituation wird spürbar. Bis hinauf zur Dachlandschaft wird diese kubische Heterogenität fortgesetzt, ohne jedoch den alles überschließenden Gesamteindruck zu schmälern.

Der Innenhof wird durch einen aufgeständerten, eingeschoßigen Baukörper, der sich wie ein Brückenbauwerk spannt, gefasst und bildet inmitten einer Stadt eine durchaus ruhige Oase.

Eine Vielzahl interessanter Details zieht die Aufmerksamkeit an, von geneigten Sichtbetonfertigteilen mit kleinen Quadratfenstern bis hin zu einem rot gefärbten Würfelfenster - scheinbare Widersprüchlichkeiten in der Gestaltung, jedoch gerade darin liegt der Reiz verborgen. Oder die überraschende Leichtigkeit und Transparenz einer Stiege sticht ins Auge - Entwurfsideen, die nicht nur im Großen, im Stadtgestaltenden ihren Ausdruck und ihre Berechtigung als punktgenau gesetzt finden, sondern bis hinein ins Detail eine inspirierende Kraft erkennen lassen.