LEUBE SCHLOSS GARTENAU
BÜROGEBÄUDE
AUGUST 2002
1.200,00 M² NNF
Es gilt, ein Schloss aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit neuen Funktionen als zukünftige Verwaltungszentrale zu bereichern und zu erweitern, einem geänderten Anforderungsprofil - vom Wohnen, Residieren hin zum Arbeitsplatz - gerecht zu werden.

Ein Ausdruck einer selbstverständlichen Symbiose zwischen Alt und Neu muss gefunden werden. Das Kennzeichen dieser Auseinandersetzung soll geprägt sein vom Respekt dem "Alten" gegenüber, ohne jedoch über zu bewerten, von gegenseitiger Toleranz, Inspiration und alles in wohl geplanter Proportionierung. Widersprüchlichkeiten und Gegensätzliches zu erforschen, zu modifizieren, ein tektonisches Raumkontinuum zu kreieren,  wird zur architektonischen Aufgabe.

Dieser Entwurfsgedanke prägt das Gesamtkonzept von der Vision bis hin zum Detail, wird manifest in der Wahl der Materialien, der Oberflächen, der Berührpunkte. Wesentlich erscheint, nicht in alten Vorstellungen zu verharren, sondern einen neuen kulturellen Abschnitt in der Geschichte des Gebäudes zu markieren.

Als Mittelpunkt des Bauwerkes stellt sich der Innenhof dar. Durch mancherlei Bausünden der Vergangenheit in seinem Erscheinen verunstaltet, soll er gesäubert und als Herzstück neuen Lebens der Repräsentation, Begegnung, Kommunikation dienen - leicht, synergetisch, zeitgemäß - eine neue zentrale Schnittstelle des gesamten Projektes. Unternehmensphilosophien sollen sich darstellen und ablesbar werden, den Wert des "Benutzenden" in der heutigen Gesellschaft repräsentieren.