IGNAZ-RIEDER-KAI
WOHNBAU
AUGUST 2000
1.250 M² BGF
Die vorhandene heterogene Baustruktur der umgebenden Bauten bedingt ein Volumen mit zeitgemäßem architektonischen Akzent. Die wenigen wertvollen Bestandsbauten bedürfen einer Ergänzung um gesichtslosen und unbedachten Baumassen der Vergangenheit entgegentreten zu können. Mangelnde städtische Qualität vermag nur durch Initiative und visionäre Erweiterung gehoben und verbessert werden.

Thema des Baukörpers ist der Kubus - statisch, in sich ruhend, abgeschlossen. Die Fassade erscheint strukturiert und homogen, klar definierte Öffnungen und Fassadenelemente ergänzen einander und folgen einer ablesbaren Sprache. Das dominierende Erscheinungselement ist die Manifestation des selbstbewusst Neugeschaffenen, Ergänzenden.

In der Dialektik dazu überrascht das innenliegende Atrium - polymorph, lichtdurchflutet, kommunikativ. Erstarrtes Stadtleben kann zu einem familiären Begegnen und Arrangieren gestaltet werden. Innenbereiche, die einladen zum Dialog, zum Gemeinsamen, zum Miteinander, jedoch den notwendigen Abstand gewähren, Blicke verwehren, Privatsphäre eindeutig definieren.

Architektur, die die Zeit widerspiegelt, die Bedürfnisse des Menschen herzeigt und verbirgt und darin ein Verhältnis zwischen Allgemeinem und Besonderem schafft. Architektur, die Orte des Verweilens ermöglicht, in einer Zeit, in der "no time" ein Schlagwort ist.

Dem notwendigen Gefüge des Stadtlebens wird entsprochen.