HAUS FÜR MOZART
FESTSPIELHAUS
SEPTEMBER 2001
€ 30.000.000.-
Ein Projekt mit einer besonderen Ausstrahlung und Herausforderung, dem Ruf nach Besonderem und Herausragendem - das Festspielhaus in Salzburg. Ein Ort der Musik, des Theaters, ein Haus von Clemens Holzmeister erdacht und erschaffen um den künstlerischen Ansprüchen gerecht zu werden. Eingebettet in die mittelalterliche bis barocke Stadtkulisse von Salzburg erscheint, dass mit diesem Gebäude ein Geniestreich der Architektur gelungen ist.

Der österreichischen Institution der Salzburger Festsspiele gelingt es dieses kulturelle Erbe zu beleben und zu einem kulturellen Ereignis erstes Ranges werden zu lassen. Dargestellt werden und darstellen, Wirklichkeit und Magie, sehen und gesehen werden, verstehen und erahnen - ein Ort des Träumens und des Entschwindens der Wirklichkeit.

Es gilt diese unverwechselbare Symbiose weiterzuführen, die Ausstrahlung zu erhalten und sie dort wieder einzuführen, wo sie bei späteren Umbauten verdrängt wurde.

Das Miteinander von Felsenreitschule und Kleinem Festspielhaus auf engem Raum bedingt eine ungünstige Foyersituation. Durch einen einzigen engen Eingang erschlossen und in ein folgendes, räumlich ungünstiges, verbautes und schwer zu nutzendes Foyer weitergeleitet, erscheint dies dem Betrachter der Großzügigkeit des restlichen Hauses diametral. Dem Geist des Gebäudes folgend soll die bestehende Raumsituation entrümpelt und eine klare architektonische Sprache gefunden werden. Eine dem Großen Festspielhaus angelehnte Erschließungsform gilt es zu entwickeln, die den hohen kulturellen Anspruch zu interpretieren und darzustellen vermag. Großzügigkeit, Repräsentanz ist gefragt, ein neues Selbstbewusstsein soll geschaffen werden. Bis hin zur Fassadengestaltung mit neuen großen Öffnungen, die sich gleichrangig neben dem Eingang zum Großen Festspielhaus positionieren. Das Flair des Festspielhauses soll sich bis auf den Max- Reinhard- Platz ausbreiten, eine Raumepisode zwischen Böhmsaal , ebenerdigem Foyer und Außenbereich wird geschaffen.

Die Aufbauten des Großen Festspielhauses werden im Sinne von Clemens Holzmeister weitergeführt, erscheinen in neuem Licht und bereichern das Kleine Festspielhaus mit einer VIP-Lounge mit Panoramablick über die Stadt.

Der neue gestaltete Saal ist großzügig und voyeuristisch geschaffen. Dimensionen werden verbessert, Tiefe reduziert, die Verschmelzung Zuschauerbereich und Bühne, Besucher und Darstellende vertieft. Mimiken können verbessert erkannt werden, Akustik wird optimiert. Der Saal des Kleinen Festspielhauses erhält eine neue Dimension.

In diesem Zusammenhang soll auch die Bühnentechnik verbessert und dem Erfindungsreichtum des immer wieder neu Erschaffenen entsprochen werden. Bühnentechnik, die durch Leichtigkeit und Flexibilität besticht. Kein Maschinentheater, das den Blick auf die Akteure verstellt, sondern Variabilität und Veränderbarkeit, wo immer dies möglich ist.