BÜROHAUS DR. KOLLER
BÜRO- UND WOHNHAUS
NOVEMBER 1994
460,00 M² BGF
Thema der Entwurfskonzeption des Gebäudes liegt in der Verschneidung zweier Kuben, deren Formen klar ablesbar bleiben und doch zu einer Gesamtheit verschmelzen. Mag sein, dass auch die Form des Grundstückes das Ihre dazu beigetragen hat, doch im Erscheinen des Gebäudes wird der Betrachter diesen Umstand kaum wahrnehmen - das Objekt steht am Rande einer großen, unverbauten Wiese.

Sparsam und klar gesetzte Fensterbänder einerseits, einer symmetrischen Sprache folgend, raumhohe Verglasungen andererseits, dort wo es notwendig erscheint, gliedern die Fassade. Durch die kontrastierende Farbgebung werden Öffnungen hervorgehoben und im Ansichtsbild klar gezeichnet.

Das Ineinandergreifen, der Eintritt in eine Wechselverbindlichkeit der Baustrukturen durchzieht das Objekt und wird bis hinein in die Grundrissgestaltung sichtbar. Keineswegs jedoch beinhaltet dieser alles beeinflussende Entwurfsgedanke eine Einengung der Nutzbarkeit, Grundrisse müssen nicht in ein System gebogen werden um zu funktionieren, die Verwebung lässt eine durch und durch gut und flexibel funktionierende Gestaltung zu.

Hervorgehoben werden könnte jene Kleinwohnung, die sich in der obersten Ebene befindet. Eine besondere Atmosphäre, das "gewisse Etwas" zeichnet diese Wohneinheit aus: Ausblicke, Freibereiche, Helligkeit, Großzügigkeit, allein schon die Art und Weise die Wohnung zu betreten, lässt auf ihre Besonderheit schließen.

Wer würde ein derart gestaltetes Wohnen nicht zu schätzen wissen?