AMTSGEBÄUDE WEISERSTRASSE
BÜROGEBÄUDE

FINANZLANDESDIREKTION
BERGHAUPTMANNSCHAFT
PUNZIERUNGSAMT
SEPTEMBER 1995
5.360,00 M² NNF
Den Parameter der notwendig gewordenen Planungsstrategien bildet eine anstehende Sanierung, wobei gleichzeitig eine Vervollständigung und Beruhigung des vorhandenen Bauvolumens angestrebt wird. Den Bestand bildet ein langgezogener Riegel, an welchen drei Gebäudeteile senkrecht anschließen. Durch die offene Ecksituation des Gebäudes tritt eine Beunruhigung und Öffnung des Straßenraumes auf, unterschiedliche Höhenstaffelungen und Oberflächenstrukturen ergeben ein zerklüftetes Straßenbild.

Aus städtebaulicher Sicht erscheint es daher notwendig, die Ecke im Bestand zu schließen, eine großzügige "Zusammenfassung" des Stadtraumes zu erschaffen, ein einheitliches Erscheinungsbild zu kreieren. Das Gebäude wird aufgestockt und auf das Wesentliche reduziert. Architektonische Akzente werden ausschließlich durch Texturen und baukünstlerische Gestaltungen, durch die Wahl von Materialien gesetzt. Dabei werden Eingänge klar hervorgehoben und in ihrer Wertigkeit in einer Fassade entsprechend gewürdigt. Die gesamte Fassade folgt einer klaren Arithmetik und Ordnung, vergisst aber nicht auf die Betonung des Überraschenden. Nicht Monotonie sondern Ruhe wird zum beherrschenden Element.

Die Systematik der internen Organisation und Nutzung des Gebäudes für verschiedener Ämter der Republik Österreich konnte großteils im bisherigen Raumgefüge untergebracht werden, mit  zeitgemäßen und notwendigen Ergänzungen, vertikale und horizontale Erschließungswege unterlagen weitgehend nur einer notwendigen Adaptierung und Neugestaltung.